Longieren

Übungsleitung: Holger Jakob

Einen aufmerksamen, aktiven Hund, der auf kleinste Signale freudig reagiert - das wünscht sich jeder Hundehalter!

Longieren für Hunde macht das möglich. Beim Longieren entsteht eine harmonische Vertrauensbasis, die Bindung zwischen Mensch und Hund wird vertieft und der Hund geistig und körperlich gefordert. Eine ideale Beschäftigung und ein Riesenspaß für Mensch und Hund!

Ziel des Trainings ist, dass Herrchen oder Frauchen in der Kreismitte steht, der Vierbeiner begeistert um den Außenkreis läuft und erwartungsvoll auf das nächste Kommando seines Zweibeiners wartet. Dies setzt ein konsequentes Training voraus, bei dem beide, Mensch und Hund, einige Dinge lernen müssen.

Der Mensch lernt u.a.:
- seinen Körper bewusster zu bewegen,
- die Wirkung seiner Körpersprache auf den Hund zu verstehen,
- seine Körpersprache zur Kommunikation mit dem Hund zu nutzen,
- die Bindung zum Hund zu verbessern,
- seinen Hund durch die menschliche Körpersprache zu leiten,
- dem Hund Grenzen und Tabuzonen zu setzen und
- die Körpersprache des Hundes zu erkennen, zu verstehen und zu nutzen.

Für den Hund bedeutet dies: Er lernt u.a.:
- den Menschen und seine Körpersprache zu verstehen,
- auf seinen Menschen und dessen Körpersprache zu achten,
- dem Menschen zu vertrauen,
- die Bindung zum Menschen zuzulassen,
- sich vom Menschen leiten zu lassen und
- Grenzen und Tabuzonen zu akzeptieren.

Am Anfang wird der Hund an einer Leine oder Schleppleine außerhalb des Kreises geführt. Das Kreisinnere ist Tabu! Der Hund wird durch Blicke des Menschen eingeladen und daran anschließend körpersprachlich geleitet. Nach und nach entfernt sich der Mensch immer weiter vom Hund zur Mitte des Longierkreises. Die Schleppleine wird abgenommen, wenn der Hund seine Konzentration so steigert, dass er unmittelbar auf die Körpersprache des Menschen reagiert und auch die vom Menschen vorgegebenen Distanzen einhält. Auf Distanz können dann Richtungswechsel, Sitz, Platz, Steh und weitere Kommandos vom Hund eingefordert werden. Diese Kommandos werden primär über Körpersprache und lediglich zur Unterstützung verbal erteilt. Ebenfalls können Agilitygeräte in das Training eingebaut werden. Weiterhin wird in der Folgezeit ein zweiter Kreis aufgebaut. Der Mensch hat nun die Möglichkeit zwischen den beiden Kreisen zu wechseln und so Dynamik und Schnelligkeit, sowie größere Distanzen in das Training einzubinden. Der Hund umkreist beispielsweise die Kreise in Form einer Acht oder im Oval.

Da das Longiertraining den Hund körperlich und geistig sehr fordert, ist es wichtig darauf zu achten, dass in kurzen Sequenzen trainiert wir und der Hund dabei nicht überfordert wird.

 Auch hier gilt der Spruch: "Weniger ist manchmal mehr".

  Für wen ist Longieren geeignet?

 - Hunde ab dem 6. Lebensmonat
- egal ob groß oder klein
- vorhandener Grundgehorsam und Sozialverträglichkeit

Mitzubringen sind:

- kleine, weiche Leckerlis
- Spielzeug, welches in einer Bauchtasche, Jackentasche verstaut werden kann, z.B. ein Ball, Beißwurst usw. (bitte kein Quitschi - Rücksichtnahme auf andere Teilnehmer!)
- Clicker, wer damit arbeitet
- Halsband für den Hund
- Leine, ca. 2 Meter (wer hat auch eine Schleppleine)
 
Aufgrund des Umstandes, dass beim Longieren für Einsteiger nur 1 Mensch-/ Hundeteam am Longierkreis arbeiten kann, ist die Teilnehmerzahl auf 5 Mensch-/ Hundeteams beschränkt.

Bei Fragen oder Interesse an unseren Übungsstunden erreichen Sie uns am besten per eMail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verfasser: Holger Jakob

   
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